Volker Ranisch - Felix Krull, Hochstapler
Felix Krull, Sohn eines bankrotten rheinischen Schaumweinfabrikanten, ist ein Träumer, Phantast und bürgerlicher Nichtsnutz, der das Illusionäre von Welt und Leben tief empfindet und von Anfang an darauf aus ist, sich selbst zu einer Art Lebensillusion zu stilisieren. Er fühlt sich von Natur aus begünstigt und bevorteilt, ist es aber seinem Range nach nicht. Diesen ungerechten Zufall korrigiert er durch eine dank seiner Anmut sehr leicht fallende Täuschung. Verliebt in die Welt, ohne ihr auf bürgerliche Weise dienen zu können, ist er bestrebt, die Welt in sich verliebt zu machen – ein erotisches Betrugsverhältnis auf Gegenseitigkeit. Nach dem Roman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ von Thomas Mann.
Spiel: Volker Ranisch
Regie: Michael Knof
Dramaturgie: Birgid Gysi
Theater im Palais, Berlin