Klas­se 8i Ober­stu­fe Gsteig­hof

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Lie­be Besu­che­rin­nen und Besu­cher die­ser Web­site

Wir sind die Klas­se 8i aus der Ober­stu­fe Gsteig­hof in Burg­dorf. In den letz­ten Wochen haben wir ver­mehrt über das The­ma Frei­heit dis­ku­tiert und phi­lo­so­phiert. Durch die vie­len Recher­chen über Frei­heits­kämp­fer, Frei­heits­dich­ter, Frei­heits­sym­bo­le und Frei­heits­kon­zep­te haben wir uns viel Wis­sen ange­eig­net. Wir haben nun die Mög­lich­keit bekom­men, uns dem The­ma total hin­zu­ge­ben und eige­ne Pro­jek­te her­zu­stel­len. Sie sind herz­lich ein­ge­la­den unse­re Pro­jek­te zu betrach­ten und zu kom­men­tie­ren. Sie wer­den ver­schie­dens­te Tex­te, Tage­buch­ein­trä­ge, Erklär­vi­de­os, Brie­fe, Geschich­ten und Gedich­te zu sehen bekom­men. Wir freu­en uns auf Ihre Kom­men­ta­re und Rück­mel­dun­gen. Viel Spass beim Durch­stö­bern unse­rer Pro­jek­te.

Freund­li­che Grüs­se

Klas­se 8i

WAS IST FREIHEIT WIRKLICH?

von Lars

Frei­heit bedeu­tet für mich zu nichts gezwun­gen zu wer­den und über mich selbst ent­schei­den zu dür­fen. Man hat selbst die Kon­trol­le über sich und sein Han­deln.

Auch wenn man frei ist, soll­te man jedoch nichts Ver­bo­te­nes tun. Frei zu sein bedeu­tet für mich aber auch dass man sich selbst wohl fühlt. Man ent­schei­det, was man möch­te oder wie lan­ge man draus­sen ist.

Es gibt vie­le ver­schie­de­ne Arten von Frei­heit.

Für mich ist man zum Bei­spiel auf eine Art frei, wenn man, wie ich, bei den Eltern oder bei einem Eltern­teil leben darf und auch selbst mit­ent­schei­den kann. Und man auch län­ger raus­ge­hen darf, selbst ent­schei­den darf, was man heu­te anzie­hen möch­te oder ent­schei­den wie lan­ge, oft ler­nen muss. Ich bin zum Teil auch glück­lich, dass ich noch nicht alles ent­schei­den kann, da ich es mir noch ein wenig schwie­rig vor­stel­le und man sehr viel Ver­ant­wor­tung über­neh­men muss. Ich bin mei­nen Eltern auch dank­bar, dass ich nicht in allem so frei sein kann wie ich will. Weil ich selbst wahr­schein­lich noch nicht die Fähig­keit habe alles frei und selbst zu bestim­men.

Im Gefäng­nis ist man nicht frei, weil man sich zuvor zu sehr frei gefühlt hat und jetzt muss man mit der Kon­se­quenz leben. Wenn man frei ist hat man kei­nen Chef, der über einem bestimmt son­dern man bestimmt allei­ne über sich. Wenn man frei ist, ist man nicht auf der flucht oder fühlt sich nicht sicher.

Man kann auch ein Ter­min im Hin­ter­kopf haben, bei dem man sich aller­dings immer erin­nern muss und und nicht ver­ges­sen darf. Wenn man viel für eine Pro­be geübt hat und man sie dann geschrie­ben und abge­ge­ben hat, ist es ein Gefühl der Frei­heit.

Ich den­ke dass Ich auf eine Art frei bin und auf eine Art nicht, da ich noch bei mei­nen Eltern lebe und auch noch nicht machen kann was ich will. Auf eine ande­re Art las­sen sie mir auch schon vie­le Frei­hei­ten und Ent­schei­dun­gen, die ich selbst tref­fen kann.

Ich füh­le mich frei, da ich nicht ein­ge­sperrt bin, es mir gut geht und ich zum Teil schon selbst bestim­men darf. Ich füh­le mich auch frei, wenn ich selbst an Ter­mi­ne gehen kann oder ich etwas selbst nach Wahl kochen kann. Ande­rer­seits bin ich nicht wirk­lich frei, weil ich immer noch zuhau­se lebe, mei­ne Eltern haupt­säch­lich das Sagen haben und ich doch noch nicht so alt bin, dass ich über mein Leben allei­ne bestim­men darf. Im all­ge­mei­nen den­ke ich, das man nie wirk­lich ganz frei sein wird und ganz allei­ne über sein Leben ent­schei­den kann. Das Wort Frei kann aber auch kom­plett anders ver­stan­den wer­den. Zum Bei­spiel wenn man von der Schu­le aus frei hat. Man hat Feri­en, ist frei und muss sich nicht um die Schu­le küm­mern. Man muss kei­ne all­täg­li­chen Ver­ant­wor­tun­gen über­neh­men, man kann aus­schla­fen oder etwas spä­ter ins Bett. Die­se Sachen, die ich hier auf­ge­zählt habe, haben für mich etwas mit frei sein zu tun.

Auch wenn man einen har­ten Tag hat­te und der Chef einem wie sein Eigen­tum behan­delt, darf man sich nicht gefan­gen und unwohl füh­len. Man soll­te sein eige­nen Spss am Leben haben und sich frei füh­le. Man soll­te alles dafür geben frei zu sein, weil die Frei­heit ist das wich­tigs­te im Leben und kein Mensch soll­te sich die Frei­heit neh­men las­sen. Dies ist jedoch lei­der nicht immer mög­lich. Zum Bei­spiel Men­schen auf der Flucht sind nicht frei. Sie flie­hen vor Krieg, Hun­ger oder Armut. Trotz­dem, dass sie sich ent­schie­den haben zu flie­hen, sind sie nicht frei oder befin­den sich in Frei­heit. Sie kön­nen nicht ent­schei­den, was sie essen, wohin sie gehen oder was sie arbei­ten möch­ten, da sie gar kei­ne Mög­lich­keit dazu haben. Wenn man an die­se Men­schen denkt, lernt man sei­ne eige­ne Frei­heit zu schät­zen und merkt, dass man eigent­lich ganz vie­le Mög­lich­kei­ten im Leben hat um sich frei zu füh­len. Des­halb bedeu­ten für mich auch klei­ne Frei­hei­ten eine gros­se Frei­heit. Es gibt auch vie­le ande­re Zei­chen der Frei­heit. Frei­heits­kämp­fer, Gemäl­de, Kunst und vie­les mehr. Mein Per­sön­li­cher Favo­rit ist Mar­tin Luther King Jr. Er hat sich für die Frei­heit aller Men­schen ein­ge­setzt und woll­te das Leben für alle leich­ter machen. Er setz­te sich für jeden Men­schen ein, egal wel­che Haut­far­be oder wel­cher Reli­gi­on man ange­hör­te. Mar­tin Luther King Jr. War ein US-ame­ri­ka­ni­scher Bap­tis­ten­pas­tor und Bür­ger­recht­ler. Er ist am 15. Janu­ar 1929 gebo­ren und ver­starb 1968 durch einen Schuss in die Brust.

Ein ande­res Zei­chen der Frei­heit ist die Frei­heits­sta­tue. Die auch genann­te Sta­tue of Liber­ty ist 93 Meter hoch und steht am New Yor­ker Hafen. Den rech­ten Fuss hat die Sta­tue etwas  ange­ho­ben und man kann Fes­seln unter dem Fuss erken­nen. Die­se Fes­seln, die zer­bro­chen sind ste­hen für die Frei­heit. Die Sta­tue war ein Geschenk das 1800. von dem fran­zö­si­schen Volk an die Ver­ei­nig­ten Staa­ten geschenkt wur­de. Die Fackel steht dage­gen für Auf­klä­rung : Frank­reich, zu der dama­li­gen Zeit ein beson­ders mäch­ti­ger Staat, woll­te sich mit die­sem Geschenk an die USA die Unter­stüt­zung der heu­ti­gen Welt­macht sichern.

Manch­mal fra­ge ich mich was denn Frei­heit für ande­re Men­schen bedeu­tet und wie sie sich füh­len. Ich bin zu der Schluss­fol­ge­rung gekom­men, das jeder Mensch auf sei­ne Art und Wei­se frei sein kann. Egal ob man klein, groß, jung oder alt ist, kann jeder Mensch in Gedan­ken oder in Rea­li­tät auf eine Art frei sein.

Video

von Luna und Lucia

Frei­heit von Frau­en

von Ari­an­na

Frau­en sind NICHT frei. Jedes­mal wenn man die Zei­tun­gen liest, Fern­seh­be­rich­te anschaut ist man zuneh­mend über­zeugt. Frau­en sind NICHT frei. Wir sind stolz dar­auf, dass unse­re Gesell­schaft in der Frau­en­fra­ge fort­schritt­lich und gleich­be­rech­tigt ist, aber die Rea­li­tät sieht ganz anders aus. Wir sind gegen den Ori­ent, der dar­auf hin­weist, dass er rück­läu­fig ist, aber wir sind nicht weit dahin­ter.

Die Ein­schrän­kun­gen, die Frau­en in ande­ren Gesell­schaf­ten „gezwun­gen“ wer­den, sind viel­leicht sicht­ba­rer als unse­re, lei­der exis­tie­ren sie sehr stark auch bei uns. Wenn ara­bi­sche Frau­en gezwun­gen sind, Schlei­er und Bur­kas zu tra­gen, täu­schen wir uns vor, dass wir unse­re Klei­dung frei wäh­len kön­nen, wäh­rend wir in Wirk­lich­keit das gar nicht kön­nen. Ja, denn wenn eine Frau heu­te einen Rock trägt, der eini­ge Zen­ti­me­ter kür­zer ist, wird sie sofort als "leicht zu tra­gen" bezeich­net. Schlim­mer noch, wenn sie unter Gewalt lei­det, „sie ist sel­ber schuld“ „sie hät­te sich bes­ser abde­cken kön­nen". Das trau­rigs­te und ekel­haf­tes­te ist, dass die­se Wor­te oft auch von ande­ren Frau­en kom­men.

Vie­le Frau­en haben Angst geschla­gen, erpresst zu wer­den. So wie Tizia­na aus Ita­li­en, eine jun­ge Frau, die vor eini­gen Mona­ten, ver­är­gert über Belei­di­gun­gen, nach der Ver­öf­fent­li­chung ihrer inti­men Vide­os durch ihren Freund. Sie mach­te Selbst­mord.

Oder wie eine jun­ge Frau aus der Schweiz (Basel), die vor ihre Haus­tür ver­ge­wal­tigt wur­de von zwei Män­ner.

Es pas­siert täg­lich, dass Frau­en geschla­gen, erpresst, ver­ge­wal­tigt oder ein­fach wegen irgend­ei­nem dum­men Grund unter­schätzt wer­den.

Was ich trau­rig fin­de oder bes­ser gesagt unfair ist, dass wir Frau­en all­ge­mein weni­ger Rech­te haben, nicht gleich behan­delt wer­den, mit weni­ger respekt und wir weni­ger ver­die­ne als Män­ner. Dass wir nicht die Frei­heit haben, mor­gens auf­zu­ste­hen und uns anzu­zie­hen, wie wir wol­len und mögen, nur aus Angst, das Haus zu ver­las­sen und das alle Bli­cke auf uns gerich­tet wer­den oder dum­me Sprü­che gemacht wer­den.

Etwas, das ich mir wirk­lich wün­sche, ist dass wir uns zumin­dest unter uns Frau­en unter­stüt­zen, da ich den­ke, dass wir schluss­end­lich alle das­sel­be wol­len. Es wäre wich­tig wenn wir uns zumin­dest gegen­sei­tig unter­stüt­zen wür­den, da wir sonst nie fort­schrit­te in die Frau­en­gesell­schaft machen wer­den und es immer wie schlim­mer wird.

Lie­bes Tage­buch, wie­so las­sen wir ein­an­der nicht ein­fach leben?

von Gioia

War­um ist unse­re Gesell­schaft so? Ich soll mich für nie­man­den ver­än­dern, doch dann erzählt man mir wie ich mei­ne Haa­re tra­gen, was ich anzie­hen, wie ich gehen und wie ich sein soll­te. Bin denn nicht ich die ein­zi­ge, die ent­schei­den kann, was ich anzie­hen will, wie ich lau­fe und sein möch­te? Die Leu­te den­ken sie hät­ten die Frei­heit mich zu ihrem klei­nen Robo­ter zu machen. Doch nur ich habe die­se Frei­heit, ist das nicht eine Frei­heit die jeder hat, über sich sel­ber zu ent­schei­den? Unse­re Gesell­schaft wird nie frei sein, frei von Neid und Hass. Es wird immer wie­der Leu­te geben, die nei­disch sind auf Din­ge oder Freun­de von dir. Es wird immer Leu­te geben, die einen has­sen, viel­leicht gera­de wegen Neid. Wir wer­den immer zuerst das Äuße­re sehen, so las­sen wir doch alle sel­ber ent­schei­den, wie sie von außen wir­ken wol­len. Doch dass heisst nicht, dass man jeman­den dafür ver­ur­tei­len soll­te. Nie­mand hat weder das Recht, noch die Frei­heit, über jeman­den zu ent­schei­den. Wie wäre es, wenn alle ihre Frei­hei­ten so nut­zen wür­den, dass nie­mand ver­letzt wer­den wür­de? Wenn alle so leben wür­den, dass jeder sich selbst ist? Viel­leicht wer­den wir alle nie erfah­ren wie es ist auf die Stra­ße zu gehen ohne die­se Bli­cke zu erhal­ten, abwer­tend und urtei­lend. Dabei wis­sen sie gar nicht was ich heu­te für einen Tag hat­te, sie wis­sen nicht wie es mir geht, wie kön­nen sie es wagen über mein Leben zu urtei­len ohne mich rich­tig zu ken­nen. Es macht mich wütend, dass es Men­schen gibt, die den­ken, wenn jemand eine ande­re Haut­far­be, Fri­sur oder einen ande­ren Stil hat, wäre die­se Per­son komisch oder nicht nor­mal. Jeder Mensch ist frei, jeder soll anzie­hen was er will, sei es Schul­ter­frei, Bauch­frei oder Over­si­zed. Sei es ein Kopf­tuch oder eine Kap­pe, die Haa­re lang oder kurz, jeder ist anders und trotz­dem hat jeder genau den sel­ben Wert. Jeder hat sei­ne eige­ne Mei­nung, doch sobald sie Ande­re belei­di­gen, ver­un­si­chern oder ver­let­zen kann, soll­te man sie für sich behal­ten. Alle haben Frei­heit, wie­so wird man­chen die­se Frei­heit ent­zo­gen? Wie­so hat nicht jeder die­sel­ben Rech­te? Wie­so sind Men­schen so Macht- und Rach­süch­tig? Weil sich Men­schen nicht zufrie­den sein kön­nen, sie brau­chen mehr, mehr, mehr und noch mehr. Sie wol­len dass es Ande­ren nicht gut geht, sie wol­len immer am bes­ten und am mäch­tigs­ten sein. Zum Glück sind nicht alle so, doch sehr vie­le. Ich bin so froh gibt es Men­schen die sich gegen Dis­kri­mi­nie­rung und Ras­sis­mus ein­setz­ten, ich hof­fe es wer­den immer mehr. Mehr Leu­te die ein­fach leben ohne Ande­re zu ernied­ri­gen. Wie schön wäre das…

Doch anders­rum sehe ich immer mehr Leu­te die nicht auf Ande­rer Mei­nung hören, die anzie­hen was sie möch­ten und sind wie sie eben sind. Wir kön­nen uns alle eine Schei­be davon abschnei­den. Ver­brei­tet Lie­be und nicht Hass, auf der Stras­se, in den Sozia­len Medi­en, Zuhau­se und in der Schu­le, über­all. Leben wir unse­re Leben doch so, dass wir nicht sagen müs­sen:  “Hät­te ich doch.“ Lasst uns unse­re Frei­heit nut­zen, sie nicht ver­schwen­den für Hass und Neid, son­dern für die Lie­be zu unse­ren Mit­men­schen, für Unter­stüt­zung. Lacht mit­ein­an­der, nicht über­ein­an­der, unter­stützt eure Träu­me und Plä­ne, zer­stört sie nicht. Seid wie ein Vogel, frei.

Gute Nacht, lie­bes Tage­buch

Ein Wun­der, dass ich noch lebe!

von Léon

Ich bin ein Papa­gei. Bes­ser gesagt war ich mal ein Papa­gei, zu den Zei­ten, in denen ich noch zu Hau­se war, in mei­nem schö­nen Regen­wald, bei all mei­nen Freun­den. Den Kaka­du, den Kiwi, den Legu­an, mei­ne Fami­lie, den Ele­fan­ten und alle ande­ren Papa­gei­en aus dem Regen­wald ver­mis­se ich sehr.

Ich konn­te zwi­schen den Bäu­men hin­durch flie­gen, auf Ästen Kraft tan­ken und in mei­nem Schö­nen und war­men Nest schla­fen. Doch was habe ich jetzt?
Ich sit­ze auf einem klei­nen, dün­nen und kal­ten Stab. Umge­ben von gleich­ar­ti­gen Stä­ben. Nicht ein­mal mei­ne Flü­gel kann ich aus­brei­ten. Den gan­zen Tag ver­wei­le ich dar­in. Auch die gan­ze Nacht.
Mei­nem Lieb­lings­es­sen, den Insek­ten, seh­ne ich sehn­lichst nach. Ich kann mich noch gut erin­nern, wie ich damals durch die Lüf­te glei­te­te und im  Son­nen­un­ter­gang den Insek­ten nach­jag­te. Ich gehör­te zu den bes­ten Insek­ten­jä­gern des gan­zen Regen­wal­des. Ich hat­te viel Anse­hen und war auch sehr beliebt. Der gan­ze Regen­wald kann­te mich. Wenn ich durch die Bäu­me flog und auf ein ande­res Tier stiess, grüss­te es mich mit vol­lem Namen.
Ich hat­te kei­ne Fein­de. Kei­nen Ein­zi­gen.
Dach­te ich jeden­falls.
Denn jetzt sit­ze ich hier. In mei­nem klei­nen und kal­ten Käfig. Mei­ne Mahl­zei­ten besteht aus lau­war­mem Was­ser und einer sehr kar­gen Por­ti­on Ker­nen. Doch was sind das für Ker­ne? Jeden­falls kei­ne, die ich ken­ne. Mögen tu ich sie auch nicht.  Sie sind viel zu tro­cken um lecker zu sein. Und jeder müde Tag das Sel­be.
Zuhau­se konn­te ich essen, was ich woll­te, solan­ge ich nicht dar­an gestor­ben bin. Es hat­te so vie­le lecke­re Früch­te. Alles war per­fekt.
Doch dann kamen die berüch­tig­ten Men­schen in unse­re Nähe. Ich hat­te noch nie zuvor einen Men­schen gese­hen und wur­de daher neu­gie­rig. Mei­ne Freun­de und mei­ne Fami­lie hat­ten mich gewarnt, und zwar mehr als genug.
Doch mei­ne Neu­gier über­wog und ich woll­te nicht hören. Ich ver­si­cher­te ihnen, dass ich das schaf­fen wür­de. Ich woll­te ja auch nur einen ein­zi­gen Men­schen sehen. Ich flog los. Ganz hoch über den Bäu­men damit ich das Lager der  Men­schen nicht aus mei­nem Sicht­feld ver­lor. Plötz­lich kam ein alter Papa­gei auf mich zuge­flo­gen und sag­te mir, dass ich auf kei­nen Fall zu den Men­schen flie­gen soll­te. Einer sei­ner Söh­ne war auch zu neu­gie­rig gewe­sen und kehr­te nie mehr zurück. Ich ant­wor­te­te ihm frech, dass sein Sohn sicher zu unvor­sich­tig war und ich gut auf mich auf­pas­sen wür­de. Als ich ange­kom­men war, erstaun­te es mich sehr, denn die­se Men­schen sahen ja alle anders aus. Eini­ge sind gross, ande­re sind klein, dann gibt es noch dün­ne und dicke, hel­le und dunk­le. Das woll­te ich mir aus der Nähe anse­hen. Vor lau­ter Stau­nen ver­gass ich, dass die Men­schen so gefähr­lich sein kön­nen. Ich flog immer näher her­an. Zuerst auf einen Zaun, dann lan­de­te ich auf einem Haus­dach und zuletzt war mei­ne Neu­gier so gross, dass ich sogar noch näher flog und auf dem Boden auf­setz­te. Ich wat­schel­te noch näher, sogar um einen Bag­ger her­um und plötz­lich drück­te mich etwas zu Boden. Ich dreh­te mei­nen Kopf und da war ein gros­ser Schat­ten. Ein Mensch. Das wars dann mit dem einen Men­schen, den ich sehen woll­te. Jetzt sehe ich fast nur noch Men­schen, denn sie plat­zier­ten mich in einen Käfig auf einem gros­sen Tisch in einem sehr klei­nen Zim­mer.
sah ich durch ein Fens­ter einer mei­ner Freun­de, der mich auch sah, mir zu-wank und dann wie­der ver­schwand. Spä­ter pack­ten sie mich auf einen Truck, fuh­ren irgend­wo hin und luden mich in einen gros­sen dunk­len Fracht­raum eines Flug­zeu­ges. In die­sem Raum hat­te es auch noch ande­re Tie­re, ich kann­te aber kei­ne. Plötz­lich fing es an zu dröh­nen und nach einer Wei­le fühl­te ich mich so, als
wäre ich krank.
Nach lan­ger Zeit hol­ten sie mich dort end­lich wie­der her­aus. Jedoch woll­te wie­der hin­ein, denn sogar in die­sem Raum war es ange­neh­mer als an der „fri­schen“ Luft. Es war kalt. So etwas hat­te ich noch nie erlebt, und dazu reg­ne­te es noch. Nun  jetzt ist es mein All­tag gewor­den.
Jetzt bin ich gefan­gen!
Ich ver­mis­se mei­ne Frei­heit!

Der freie Wil­le

Was ist der freie Wille und haben wir überhaupt einen freien Willen?

von Mat­thi­as

Für den frei­en Wil­len gibt es kei­ne kor­rek­te Defi­ni­ti­on. Für mich bedeu­tet der freie Wil­le, dass man ganz ein­fach frei ent­schei­den kann was man tun und las­sen soll. Ich fin­de wir haben auf jeden Fall einen frei­en Wil­len, da ich fin­de, dass man in prak­tisch jeder Situa­ti­on eine Wahl hat. Zum Bei­spiel wenn dir dein Chef einen Auf­trag gibt oder dich zu etwas zwingt, dann hat man immer die Wahl ob man es erle­digt oder man ihm sagt, dass man das nicht tun möch­te. Wenn man sich ent­schei­det soll­te man sich ein­fach bewusst sein, dass es kon­se­quent nach sich zie­hen wird. Man erle­digt den Auf­trag meis­tens trotz­dem, den man sei­nen Job behal­ten möch­te. Es gibt auch paar Din­ge die den frei­en Wil­len stark beein­flus­sen kön­nen. So zum Bei­spiel das Gesetz, mei­ne Eltern und haupt­säch­lich mein Gewis­sen. Zuhau­se ist es so das ich die meis­ten Din­ge erle­di­ge, weil es halt mei­ne Eltern sind. Ich habe das Gefühl, das uns in jeder Situa­ti­on das Gewis­sen beein­flusst. Bei mir es ist meis­tens so, ich will etwas nicht machen, mache es schluss­end­lich doch, weil es mir sonst ein schlech­tes Gewis­sen berei­tet. Man­che fin­den viel­leicht dass, das kein frei­er Wil­le ist, weil man nichts gegen sein Gewis­sen machen kann. Aus mei­ner Sicht ist es aber so, dass wenn man etwas durch sein Gewis­sen nicht macht, dann ist es so, dass man ein Mensch ist, der lie­ber kein schlech­tes Gewis­sen hat, als etwas zu tun wor­auf man kei­ne Lust hat. Bei mir ist das oft mit mei­ner Mut­ter der Fall. Ich möch­te zum Bei­spiel jetzt nicht die Haus­ar­bei­ten machen, will ich eigent­lich nie, jedoch erle­di­ge ich dies trotz­dem, da ich sonst ein schlech­tes Gewis­sen hät­te. Ich habe aber eigent­lich die frei Wall ob mir das Gewis­sen lie­ber ist als das ich etwas mache was ich nicht will. Ich glau­be das es bei den meis­ten Leu­ten der Fall ist, das sie etwas machen, obwohl sie nicht wol­len, weil sie etwas ande­res möch­ten dafür machen sie das, was sie eigent­lich nicht wol­len. Bei mir ist es so das ich oft Din­ge mache die ich nicht will, aber ich ent­schei­de mich trotz­dem es zu tun. In jeder Situa­ti­on, in der mir jemand etwas auf­trägt was ich nicht will, kann ich mich immer gegen das ent­schei­den. Es müss­te aber schon etwas sehr schlim­mes sein das ich es nicht mache. In jeder Situa­ti­on wo man sich wei­gert, wird es Kon­se­quen­zen haben, das soll­te einem bewusst sein. Man kann sich ent­schei­den ob man das macht was zum Bei­spiel der Chef will oder was man sel­ber will. Natür­lich gibt es auch Fäl­le in denen man etwas machen muss was man nicht will, aber man macht es um das zu errei­chen oder zu erhal­ten was man will.

Ein wei­te­res Bei­spiel aus mei­nem Leben ist das Kraft Trai­ning. Ich wür­de zwar lie­ber etwas ande­res machen als Kraft, das es aber wich­tig ist und mir auch bewusst ist, dass ich das brau­che um erfolg­reich zu sein, mache ich es. Ich will zwar nicht unbe­dingt Kraft machen, aber ich will Erfolg haben, dar­um ent­schei­de ich mich dafür ohne das mich jemand zwingt. Das glei­che ist es in der Schu­le. Ich wür­de lie­ber etwas ande­res machen als Ler­nen, aber ich will guten Noten. Dar­um ler­ne ich dann auch. Um mei­ne Zie­le zu errei­chen.

Man könn­te sich jetzt fra­gen, wenn man etwas macht um sein Ziel zu errei­chen ob man es dann nicht auch ein biss­chen machen will. Wenn ich gar kei­ne Lust zum ler­nen hät­te, wür­de ich es nicht machen.

An etwas soll­te man aber noch den­ken. In der Schweiz ist es mit dem The­ma etwas anders als in ande­ren Län­dern. Es gibt Län­der in denen Krieg herrscht und wenn es um sein eige­nes Leben geht, macht man sicher alles um zu über­le­ben.

Schluss­fol­gernd wür­de ich sagen, das wir in jeder Situa­ti­on frei ent­schei­den kön­nen, was man will oder nicht will. Den wenn man den Mut hat, einem die Kon­se­quen­zen bewusst sind, dann kann dich nie­mand zu etwas zwin­gen. Ich glau­be die meis­ten machen Din­ge die sie nicht wol­len, um etwas zu krie­gen was sie wol­len.

Video

von Dušan und Moch­mad

Zurück­ge­won­ne­ne Frei­heit

von Malin

Tom, ein etwa 35 jäh­ri­ger Häft­ling, erwach­te am frü­hen Mor­gen in sei­ner muf­fi­gen, häss­li­chen Gefäng­nis­zel­le. In die­ser Zel­le war nichts, ein­fach gar nichts Per­sön­li­ches, alles war schlicht und lang­wei­lig. Er hat­te es satt, die gan­ze Zeit in die­ser Zel­le zu erwa­chen, sei­ne Fami­lie und Freun­de nicht sehen zu kön­nen, das unge­nüss­li­che Gefäng­nis­essen essen zu müs­sen. Doch was er am meis­ten ver­miss­te, war frei zu sein, sel­ber Ent­schei­dun­gen, wie: was will ich heu­te essen oder anzie­hen, tref­fen zu kön­nen. Er woll­te doch nur Frei sein, mit sei­ner Fami­lie über wei­te Fel­der strei­fen, irgend­et­was unter­neh­men. Das Gefäng­nis­le­ben ist ein­fach nur lang­wei­lig, öde. Tom bereu­te es so fest die­se Tat began­gen zu haben. Er frag­te sich tag­ein, tag­aus war­um er dies getan hat­te, war­um er so unüber­legt gewe­sen war , war­um er nicht die­se Kon­se­quen­zen kom­men gese­hen hat­te. Wegen die­ser Tat sass er jetzt schon fast zehn Jah­re im Gefäng­nis. In die­sen zehn Jah­ren hat­te er ver­passt, wie sei­ne gelieb­te Toch­ter Katia auf­wächst. Er hat­te so viel wich­ti­ge Zeit ihrer Kind­heit ver­passt, er konn­te nicht­mal bei ihrer Geburt dabei sein, bei ihren ers­ten, sicher­lich noch unsi­che­ren, Schrit­ten konn­te er nicht ihre klei­ne, war­me Hand stüt­zend hal­ten. Klar, Katia kam ihn ab und zu besu­chen. Aber es ist halt ganz etwas ande­res, durch eine Schei­be unter Über­wa­chung mit­ein­an­der zu reden, als sie ein­fach mal in die Arme zu neh­men, ihre Wär­me zu spü­ren. Er hat­te so gros­se Schuld­ge­füh­le, dass er Katia und sei­ne Frau Lea, damals hoch­schwan­ger, im Stich gelas­sen hat­te. Er wür­de so viel geben, alles rück­gän­gig machen zu kön­nen, doch dies ist lei­der nicht mög­lich. Er hat­te Angst, dass ihn nie­mand mehr mag, dass ihm nie­mand ver­zie­hen hat, auch nicht über die­se lan­ge Zeit. Um genau zu sein; er hat Angst davor, dass nie­mand mehr sei­ne Per­sön­lich­keit sieht, dass alle nur die­se eine scheuss­li­che Tat in ihm sehen. Tom raff­te sich zusam­men, mein­te zu sich sel­ber: „Komm Tom, reiss dich zusam­men, du bist im Moment zwar nicht frei, aber dei­ne Gedan­ken sind frei, also stei­ge­re dich nicht in Sachen, wel­che viel­leicht gar nicht ein­tref­fen wer­den. Spä­tes­tens in fünf Tagen wer­de ich wis­sen, was Tat­sa­che ist, was wirk­lich ein­tref­fen wird.“

Ja, in fünf Tagen sind die viel zu lan­gen zehn Jah­re end­lich vor­bei, in fünf Tagen wird er sei­ne Toch­ter Katia end­lich in den Arm neh­men dür­fen, die Wär­me ihres klei­nen Kör­pers spü­ren kön­nen, naja, sie ist eigent­lich gar nicht mehr so klein, sie wird schliess­lich in 13 Tagen schon zehn. Tom ist von gan­zem Her­zen dank­bar, dafür dass Lea immer an sei­ner Sei­te blieb, trotz die­ser schwe­ren Zeit immer Sonn­tag nach­mit­tags wäh­rend der Besuchs­zeit kam, um ihn ein wenig auf­zu­hei­tern, mit ihm zu spre­chen: Manch­mal nahm sie auch Katia mit. Die­se Sonn­ta­ge waren für ihn immer die Moti­va­ti­on, eine Woche um die ande­re durch­zu­ste­hen.

Die letz­ten fünf Tage von Toms Haft gin­gen nur im Schleichtem­po vor­bei. Nach lan­gem Über­le­gen merk­te Tom, dass sei­ne Vor­freu­de, wie­der frei zu sein, gegen­über sei­ner Angst über­wog. Am Mor­gen der Ent­las­sung ver­ab­schie­de­te er sich von sei­nen Gefäg­nis­ge­nos­sen, wel­che er nicht wirk­lich moch­te, da die meis­ten ande­ren Häft­lin­ge die­se typi­schen Typen sind: mus­ku­lö­se, glatz­köp­fi­ge und über­tä­to­wier­te Typen, wel­che oft aggres­siv drauf sind, vie­le Schlä­ge­rei­en ange­zet­telt haben und zu allem hin­zu sogar noch stolz auf ihre Taten sind. Tom war nicht wie die ande­ren. Er ist eher ein sanf­ter, ruhi­ger Mensch, wel­cher Schlä­ge­rei­en lie­ber aus dem Weg geht und viel in sei­nen Gedan­ken hängt.

Von einem mit­tel­al­ter­li­chen Poli­zis­ten wur­de er in einen grau­en, ein­far­bi­gen Raum geführt. In dem Raum fand das Abschluss­ge­spräch, wo sei­ne Zie­le und sei­ne Ein­stel­lung noch­mals erfasst wur­den, statt. Danach durf­te er sei­ne Gefäng­nis­klei­dung able­gen und sei­ne eige­ne Klei­dung anzie­hen. Zum Schluss bekam er noch sei­ne Papie­re, wie sein Füh­rer­schein und sei­ne ID. Dann war es end­lich soweit, Tom durf­te das Gefäng­nis ver­las­sen. Er ver­liess das Gefäng­nis­ge­bäu­de, er hoff­te inner­lich, dass er nie mehr einen Fuss in die­ses Gebäu­de set­zen muss. Er trat auf die Stras­se und sah sich um. Da sah er end­lich Katia und Lea auf dem Park­platz neben­an war­ten. Tom rann­te los, Lea kam auch her­an­ge­stürmt. End­lich, nach zehn Jah­ren konn­te er Lea wie­der in die Arme neh­men. Er ver­grub sei­ne Nase in ihrer brau­nen Locken­pracht. Er konn­te ihr Sham­poo rie­chen, es war immer noch das­sel­be wie vor zehn Jah­ren. Es war ein Blu­mens­ham­poo, wel­ches er schon immer moch­te. „Ich bin so dank­bar dafür, dass es dich gibt und dass du für mich immer da warst, ich weiss es war eine sehr schwe­re Zeit für uns bei­de, und dies nur wegen mir, es tut mir so leid!“, flüs­ter­te Tom in Leas Ohr. Dann wand­te sich Tom an Katia: „Du bist aber gross gewor­den. Ich habe dich ver­misst, mei­ne klei­ne Maus.“ Auf dem Weg nach hau­se herrsch­te eine mun­te­re Stim­mung im Auto. Lea ver­rat Tom, dass es sein Lieb­lings­es­sen, näm­lich Sushi, gäbe. Tom lief das Was­ser im Mund zusam­men. Nach dem wirk­lich lecke­rem Essen hat­te Tom eine Über­ra­schung für Katia. Er woll­te mit Katia eine Nacht­wan­de­rung auf den nahe­ge­le­ge­nen Haus­berg unter­neh­men. „Katia, ich habe noch etwas geplant, zieh dich warm an!“, sag­te Tom nach­dem er das letz­te Sushi ver­drückt hat­te. Schon weni­ge Minu­ten spä­ter waren Katia und Tom ange­zo­gen. Mit Fackeln in der Hand lie­fen sie unter dem Ster­nen­him­mel auf den Haus­berg. Oben ange­kom­men, setz­ten sie sich auf den Boden und blick­ten in den Ster­nen­him­mel. Nach eini­gen stil­len, bedäch­ti­gen Minu­ten gab Tom Katia eini­ge Weis­hei­ten mit : „Also Katia, erst­mal dan­ke, dafür dass du Lea unter­stützt hast, dass du mir ver­zie­hen hast. Ich hat­te im Gefäng­nis viel Zeit um nach­zu­den­ken. Mir ist klar, die Ver­gan­gen­heit kann man nicht ändern, die Zukunft aber schon. Ich habe auch viel über die Frei­heit nach­ge­dacht. Die Frei­heit ist etwas sehr kost­ba­res, man muss ein­fach damit umge­hen kön­nen, man darf nicht in den Kon­flikt mit dem Gesetz kom­men, sonst ist die Frei­heit schnel­ler weg, als man auf drei zäh­len kann und dann, erst dann wenn die Frei­heit ver­schwun­den ist, fängt man an die Frei­heit so rich­tig zu ver­mis­sen. Aber der Freie Wil­le kann dir nie­mand neh­men, man kann dei­ne Gedan­ken zwar beein­flus­sen. Aber steh zu dir, bleib dir treu, denn du bist per­fekt, genau so wie du bist.“

Die Frei­heit ist alles!

von Denisa

Frei­heit bedeu­tet für mich, so zu sein, wie ich bin. Ich kann die Din­ge tun, die ich lie­be. Und dabei stört mich nie­mand. Frei­heit bedeu­tet auch, dass nie­mand unter Zwang ste­hen soll­te. Man kann Frei­heit haben und dazu muss man auf die Regeln ach­ten.

Es gibt vie­le ver­schie­de­ne Arten von Frei­heit z.B. sel­ber Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, eine Wahl haben (z.B in der Reli­gi­on, Zus­hau­se, Poli­tisch), Frei­heit in der Arbeit (Fle­xi­bles Arbei­ten, Frei­raum, Zeit um sich Arbeit ein­zu­tei­len), Frei­heit in der Schu­le (Klei­dung, Kopf­be­de­ckung und Aus­se­hen), Frei­heit im Leben (Beruf aus­wäh­len, wohin man Rei­sen will, Ent­schei­den dür­fen, was man isst uvm.) und in der Lie­be. In man­chen Län­dern wer­den Kin­der auch zu Din­gen gezwun­gen , die sie gar nicht machen wol­len wie , z.B zu Zwangs­hei­rat oder Kin­der­ar­beit.

Ich haben das Glück in einem Land zu leben, wo Demo­kra­tie herrscht und wo ich jeg­li­che Frei­hei­ten und Rech­te habe. Es gibt Län­der die Kin­dern kei­ne Frei­heit und kei­ne Rech­te erlau­ben , und sol­che Kin­der haben nicht so ein Glück wie ich.

Frei­heit. Unter die­sem Wort ver­ste­hen nicht alle Men­schen das glei­che, doch es soll­te eigent­lich so sein. Mei­ne Frei­heit kann mir inner­lich nie­mand neh­men, und jeder Mensch auf die­ser Welt hat das Recht auf Frei­heit. Denn, das Geheim­nis der Frei­heit ist der Mut, etwas zu tun um dei­ne Träu­me wahr wer­den zu las­sen. Alle haben das Recht zu  räu­men, zu leben, zu lachen und zu lie­ben. Für die­se Welt wün­sche ich mir, dass jeder ver­steht , um was es bei der Frei­heit geht. Es soll­ten alle gerecht behan­delt wer­den und nie­mand soll­te sich schlecht füh­len , das zu tun , was einem gefällt. Frei­heit bedeu­tet leben. Also las­se ich mei­nen Gedan­ken und Träu­men frei­en Lauf und ver­wirk­li­che die­se, denn ich habe die Frei­heit dazu.

Der freie Wil­le

von Joël­le

Jeder ein­zel­ne Mensch besitzt einen frei­en Wil­len
Jeder hat den glei­chen, doch darf er nicht über­all auf der Welt gleich ange­wen­det wer­den.
Hier erfährst du vie­les über den frei­en Wil­len in der Schweiz im Ver­gleich zu ande­ren Län­dern und
Kon­ti­nen­ten:

Aus­se­hen:
Schweiz:
In der Schweiz ist es grund­sätz­lich egal wie man rum­läuft. Was aber ver­bo­ten ist, ist es, nackt
her­um­zu­lau­fen, was ande­re ver­stö­ren kann. Sonst darf man jedoch aus­se­hen wie man will (Klei­dung,
Schmuck, Schmin­ke, usw.) Was ande­re dann dazu sagen, ist die eige­ne Ver­ant­wor­tung.
Ande­re Län­der:
In ande­ren Län­dern der Welt ist es nicht egal, was man anzieht. Da gibt es manch­mal sogar eine
strik­te Uni­form, die jeder Mensch, zu ver­schie­de­nen Anläs­sen oder im All­tag, tra­gen muss. In eini­gen
Län­dern sind die Leu­te sehr streng damit, in ande­ren weni­ger oder gar nicht.

Ent­schei­dun­gen tref­fen:
Schweiz:
Es kommt in allen Län­dern, auch in der Schweiz, dar­auf an, was für Ent­schei­dun­gen es sind. Wenn es
sich um poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen han­delt, kann jeder Mensch abstim­men, was er möch­te, bzw.
wel­che Ent­schei­dung er rich­tig fin­det. Die Mehr­heit gewinnt dann ein­fach (Demo­kra­tie). Geht es aber
um eine per­sön­li­che Ent­schei­dung (z.B. mit Freun­den ent­schei­den, was man zusam­men
unter­neh­men will oder Ähn­li­ches), kann man dies frei ent­schei­den. Für die Fol­gen der Hand­lun­gen ist
man selbst ver­ant­wort­lich.
Ande­re Län­der:
In eini­gen Län­dern darf nur der Staats­chef poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen tref­fen, die das Volk befol­gen
muss. Per­sön­li­che Ent­schei­dun­gen dür­fen zwar selbst getrof­fen aber nicht immer umge­setzt wer­den.

Reli­gi­ons­frei­heit:
Schweiz:
In der Schweiz ist es egal, ob man einer Reli­gi­on ange­hö­ren will, oder nicht. Man darf sie auch wie­der
kün­di­gen oder zu einer ande­ren „wech­seln“.
Ande­re Län­der:
In den meis­ten Län­dern sind Chris­ten oder Mus­li­me. Die Reli­gi­on darf meist selbst gewählt oder
geän­dert wer­den. In eini­gen Län­dern muss man aber einer Reli­gi­on oder sogar einer bestimm­ten
Reli­gi­on ange­hö­ren.

Wen man ger­ne hat und wen nicht
Schweiz:
In der Schweiz kann dies jeder selbst ent­schei­den, solan­ge nie­mand dadurch ver­letzt oder schlecht
behan­delt wird. Homo­se­xua­li­tät ist eben­falls nicht straf­bar.
Ande­re Län­der:
In vie­len ande­ren Län­dern ist dies nicht egal. Zum Bei­spiel wer­den Leu­te aus reli­giö­sen oder ande­ren
Grün­den mit jeman­dem zwangs­ver­hei­ra­tet, mit dem der oder die Betrof­fe­ne dies gar nicht möch­te. Es
gibt auch Grup­pen­zwang: Man darf nur Leu­te ger­ne haben, wel­che den­sel­ben Wohl­stand und/oder
Reich­tum haben. In eini­gen Län­dern darf man auch nicht homo­se­xu­ell sein, was manch­mal auf
bru­ta­le Arten bestraft wird.

Mei­nungs- und Gedan­ken­frei­heit
Schweiz:
Mei­nun­gen und Gedan­ken dür­fen in der Schweiz, sowohl posi­ti­ve als auch nega­ti­ve, sein wie die­se
sein wol­len. Doch wenn eine nega­ti­ve Mei­nung unvor­teil­haft geäus­sert wird, kann dies zu Stra­fen oder
Ver­war­nun­gen füh­ren.
Ande­re Län­der:
Ande­re Län­der hin­ge­gen nei­gen dazu, dass das Volk nicht ganz mei­nungs­frei ist. Denn Mei­nun­gen zu
Poli­ti­kern oder Regie­ren­den usw. dür­fen nicht ein­fach ver­öf­fent­licht oder ver­brei­tet wer­den.

Zusam­men­ge­fasst:
Wir haben vie­le Vor­tei­le in der Schweiz wenn es ums The­ma Frei­heit geht. Wir soll­ten die Frei­heit und
den Frie­den in der Schweiz voll und ganz schät­zen und zur Demo­kra­tie sor­ge tra­gen, denn ein
Ver­gleich mit ande­ren Län­dern zeigt deut­lich, dass dies nicht selbst­ver­ständ­lich ist.

Video

von Noa und Jascha

Unter­drück­te Frei­heit

von Meron

In die­sem Text schrei­be ich über ein The­ma, das mich sehr beschäf­tigt. Es geht um die ein­ge­schränk­ten Frei­heits­rech­te in Äthio­pi­en .

Im All­ge­mei­nen kön­nen Glau­bens­ge­mein­schaft ihre Reli­gi­on ohne grös­se­re Ein­schrän­kun­gen aus­üben, obwohl eini­ge Min­der­hei­ten über eine als dis­kri­mi­nie­ren­de emp­fun­den Behand­lung geklagt haben. Die Fest­nah­me mili­tan­ter Mus­li­me und die Über­wa­chung mus­li­mi­scher Gemein­den durch den Staat schei­nen aus­schliess­lich auf den berech­tig­ten Sicher­heits­in­ter­es­sen des Staa­tes zu beru­hen.

07. August 2012-in Äthio­pi­en ver­schlech­tert sich die men­schen­rechts­si­tua­ti­on zuse­hends. Die Regie­rung geht rigo­ros gegen regie­rungs­kri­ti­ker und Men­schen­rechts­ver­tei­di­ger vor und miss­braucht bestehen­de Geset­ze, um die Mei­nungs, Pres­se - und Reli­gi­ons­frei­heit immer stär­ker ein­zu­schrän­ken. Unab­hän­gig­keit Men­schen­rechts­ar­beit ist daher kaum noch mög­lich. 18 Jah­re Haft für die For­de­rung nach Frei­heit in den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­den die Mei­nungs-und Pres­se­frei­heit von den Äthio­pi­schen Behör­den immer stär­ker ein­ge­schränkt. Durch brei­te Aus­le­gung des Anti-Ter­ror Geset­ze Und des 2008 ver­ab­schie­de­ten Geset­zes Über Mas­sen­me­di­en Und Infor­ma­ti­ons­frei­heit ver­sucht die äthio­pi­sche Regie­rung Abwei­chen­de Mei­nun­gen zu unter­drü­cken.

Zwi­schen 2006 und 2011 wur­den Tau­sen­de Per­so­nen wirk­lich inhaf­tiert. Seit März 2011 wur­den min­des­tens 144 oppo­si­tio­nel­le und Jour­na­lis­ten ver­haf­tet, dar­un­ter zwei Schwe­di­schen Jour­na­lis­ten, die über die Kon­flik­te in der Reli­gi­on Soma­lia berich­ten wol­len. Fast alle wur­den ter­ro­ris­tisch er Akti­vi­tä­ten beschul­digt. Unmit­tel­bar nach einem Tref­fen mit einer Amnes­ty-Dele­ga­ti­on wur­den am 27. August 2011 die bei­den Oppo­si­ti­ons­füh­rer Beke­le Ger­ba und Olba­na Leli­sa in der Haupt­stadt Addis Abe­ba Fest­ge­nom­men. Sie wur­den beschul­digt, Mit­glie­der der Oro­mo Libe­ra­ti­on Front (OLF) zu sein, die als ter­ro­ris­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on ver­bo­ten ist.

Amnes­ty inter­na­tio­nal geht davon aus, dass die bei­den auf­grund des Tref­fens mit Amnes­ty ver­haf­tet wur­den. Erst im Juni die­ses Jah­res wur­den 24 Regie­rungs­kri­ti­ker, dar­un­ter der pro­mi­nen­te Jour­na­list eskin­der Nega, ter­ro­ris­ti­scher Akti­vi­tä­ten und des Hoch­ver­rats für schul­dig befun­den. Nega, der schon zuvor meh­re­re Male ver­haf­tet wor­den war, hat­te in einer Rede Äthio­pi­er zum Fried­li­che Ein­satz für die Frei­heit auf­ge­for­dert. Nun wur­de er zu 18 Jah­ren Haft ver­ur­teilt. Per­so­nen die in Äthio­pi­en unter ter­ror­ver­dacht ste­hen, droht nach einer Ver­haf­tung häu­fig Wochen oder sogar mona­te­lang Unter­su­chungs­haft, da sie auf­grund des Anti- ter­ror­ge­set­ze 28 Tage­baus vier Mona­te ohne Vor­la­ge von Bewei­sen inhaf­tiert wer­den kön­nen, zudem wird den Gefan­ge­nen häu­fig der Kon­takt zu fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen und Rechts­bei­stän­den ver­wei­gert. Dar­über hin­aus lie­gen Amnes­ty zahl­rei­che Berich­te über die regel­mä­ßi­ge Anwei­sun­gen von Fol­ter durch Bun­des­po­li­zei und Geheim­dienst in Unter­su­chungs­haft­an­stal­ten, Poli­zei­wa­chen mili­tär­an­la­ge und Gefäng­nis­sen vor. Betrof­fe­ne gaben an, mit Dräh­ten, Metall­stü­cken und Möbeln trak­tiert, wor­den zu sein. Eini­ge wur­den an den Hand­ge­len­ken auf­ge­hängt, am schla­fen gehin­dert und muss­ten lan­ge Zeit in völ­li­ger Dun­kel­heit in Ein­zel­haft ver­brin­gen. Vie­le wur­den gezwun­gen, geständ­nis­se zu unter­schrei­ben.

Ich sel­ber stam­me ursprüng­lich aus Äthio­pi­en, lebe nun aber seit 3 Jah­ren in der Schweiz. Alle die­se Punk­te, die die Frei­heit der Men­schen in Äthio­pi­en stark ein­schrän­ken, auf­zu­schrei­ben, macht mich trau­rig, nach­denk­lich und auch wütend. Ich hof­fe, dass sich die­se schwie­ri­ge Situa­ti­on ver­än­dert.

Bild

von Don­je­ta

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Hasen, Frei­heit und das Leben

von Melis­sa

Ein klei­nes Häs­chen hop­pelt aus dem Bau auf die Wie­se. Die Son­ne strahlt ihn regel­recht an und der Löwen­zahn ist saf­tig grün. Das Häs­chen hop­pelt immer schnel­ler und saust über die Wie­se. Dabei schreit es: „Ich bin frei! Nie­mand kann mich stop­pen! Ich gehö­re nur mir!“ Die Mut­ter kommt erschro­cken angehoppelt:“Geht es dir gut? Ich hab dich schrei­en gehört…“ , „Mir geht es gut, ich füh­le mich ein­fach frei“, ant­wor­tet das klei­ne Häs­chen. „Bist du dir sicher, dass du frei bist?“ Ein wenig zöger­lich ant­wor­tet der klei­ne Hase:“Nein eigent­lich nicht...“

Pass auf“,beginnt die Mut­ter, „bevor ich anfan­ge dir von der Bedeu­tung von Frei­heit zu erzäh­len, musst du wis­sen, dass das mei­ne eige­ne Mei­nung zur Frei­heit ist. Du musst dir dei­ne eige­ne Mei­nung zur Frei­heit bil­den. Ver­stehst du das?“

Das klei­ne Häs­chen nickt auf­ge­regt. „Also“, beginnt die Mut­ter, „Wo soll ich anfangen…Ich unter­schei­de zwi­schen zwei Arten von Frei­heit. Die eine ist die Frei­heit mit Pflich­ten. Die hab ich zum Bei­spiel. Ich kann tun und las­sen was ich will, aber habe Pflich­ten gegen­über dir, dei­nen Geschwis­tern, dei­nem Vater und mei­nen Freun­den. Ich muss zum Bei­spiel schau­en, dass dein Vater pünkt­lich zum Oster­ha­sen kommt, um ihm zu hel­fen. Ich muss jeden Tag auf dich und dei­ne Geschwis­ter auf­pas­sen und euch in die Hasen­schu­le brin­gen und ich darf den Haus­halt natür­lich nicht ver­ges­sen. Aber ich darf es machen, wann ich will und wie ich will. Mei­ne Frei­heit liegt da, dass ich bis auf die­se Pflich­ten frei bin, etwas zu tun.

Dann gibt es noch eine zwei­te Art von Frei­heit. Die beherr­schen nur erle­se­ne Lebe­we­sen...“ „Das sind die Hasen-Bud­dhas, rich­tig?“, fragt das klei­ne Häs­chen. „Genau“, erwi­dert die Mut­ter. „Darf ich nun wei­ter­re­den?“ „Ja“, sagt das klei­ne Häs­chen klein­laut. „Nun“ , beginnt die Mut­ter von Neu­em:„ Nicht nur die Hasen-Bud­dhas, auch die Schwei­ne-, Kuh-Bud­dhas.“ „Ich will ein Bud­dha sein!“, schreit der klei­ne Hase. Dar­auf ent­geg­net die Mut­ter: „Wenn du das sein willst, muss du dich von allem los­lö­sen. Das bedeu­tet, dass du dich von dei­nen Freun­den, mir und unse­rer Fami­lie tren­nen musst. Du darfst kei­ne Ver­pflich­tun­gen ihnen gegen­über haben. Bei den Bud­dhas wirst du dich vor allem auf die Medi­ta­ti­on kon­zen­trie­ren müs­sen..“ „Das will ich nicht“ , jam­mert der klei­ne Hase vol­ler Ent­set­zen. Mut­ter Hase lacht laut auf, als sie das hört.

Plötz­lich duckt sich die Mut­ter und befiehlt dem Jun­gen zu schwei­gen. Ein Fal­ke schiesst vom Him­mels­dach hin­ab und greift sich eine Maus. Die Maus quiekt noch erschro­cken auf, dann ver­stummt sie für immer in den Greif­ar­men des Raub­vo­gels. Der klei­ne Hase, der bis noch vor Kur­zem im Gras gezap­pelt hat, wird plötz­lich ganz still. Jäm­mer­lich fragt er sei­ne Mut­ter, wie­so der Vogel das gemacht habe und sie flüs­tert dar­auf: „Das ist der ewi­ge Kreis des Lebens. Der Sinn des Lebens. Jedes Leben hat eine bestimm­te Auf­ga­be in die­ser Welt. Die­ser Fal­ke hat­te zum Bei­spiel die Auf­ga­be, dafür zu sor­gen, dass es nicht zu vie­le Mäu­se gibt und die Fal­ken aber wei­ter­hin genug Essen zum Über­le­ben haben. Dann hat jedes Lebe­we­sen noch einen per­sön­li­chen Sinn sei­nes Lebens, wel­cher er erfül­len muss. Zum Bei­spiel den All­tag der Mit­be­woh­ner zu erleich­tern, oder viel­leicht sogar ein Leben zu retten.Vergiss das nicht!“, „Wann weiss ich den mei­nen per­sön­li­chen Sinn des Lebens?“ fragt das klei­ne Häs­chen. „Ah, da liegt der Hase im Pfef­fer“, schmun­zel­te die Mut­ter. „In dem Moment, in dem du den Sinn erfüllst, sei es auch nur unbe­wusst, kennst du dei­nen Sinn des Lebens.“ belehrt die Mut­ter ruhig, aber bestimmt.

Ein Schrei eines Bus­sards ertönt, Mut­ter und Sohn sau­sen in den Bau und die Mut­ter ruft noch: „Für des Vogels Nah­rung zu sein, bist du noch zu klein!“

Nach­wort

Die­se Kin­der­ge­schich­te ist auch für Erwach­se­ne, damit sie „Frei­heit“ mal aus einer ande­ren Sicht sehen. Das Moral die­ser Geschich­te habe ich bereits ein­mal in einem Text benutzt. Die Idee kam auf mit den Hasen kam durch Frau Lanz, die mir emp­foh­len hat, die­se Tie­re nicht zu benut­zen. Aber, sie sind hier. Alle, was in die­ser Geschich­te steht, ist mei­ne eige­ne Mei­nung. Trotz­dem fliesst natür­lich etwas von den Eltern mit. Ich hof­fe die Leu­te, die das hier gele­sen haben, konn­ten mal eine ande­re Sei­te von Frei­heit sehen. Ich hof­fe, dass die zukünf­ti­gen Genera­tio­nen, die Erwach­se­nen von Mor­gen etwas für ihr Leben mit­ge­nom­men haben.

Falls sich jemand fragt, ob ich dem Bud­dhis­mus ange­hö­re, kann ich das mit Nein beant­wor­ten. Ich bin Athe­is­tin, glau­be jedoch, dass jede Reli­gi­on, was Wah­res an sich hat. Jede Reli­gi­on hat ihre posi­ti­ven Din­ge, auch wenn die Medi­en fast nur von den schlech­ten Din­gen reden.

Was Nel­son Man­de­la in Süd­afri­ka bewirk­te, und wel­che Pro­ble­me immer noch herr­schen!

von Noe

Als ich im Früh­ling 2018 mit mei­ner Fami­lie eine Fami­lie in Kap­stadt in Süd­afri­ka besuch­te, erzähl­te mir mei­ne Mut­ter viel über den ers­ten Schwar­zen Prä­si­den­ten von Süd­afri­ka, Nel­son Man­de­la. Es beein­druck­te mich, wie er so lan­ge gegen die Apart­heid in Süd­afri­ka kämpf­te, und die­se nicht nur weit­ge­hend abschaff­te, son­dern auch noch der ers­te Prä­si­dent wur­de.

Sie wis­sen nicht was die Apart­heid ist? Als Apart­heid wird eine geschicht­li­che Peri­ode der Orga­ni­sier­ter Ras­sen­tren­nung in Süd­afri­ka durch die selbst­er­klär­te Vor­herr­schaft der weis­sen, euro­pä­isch Stam­men­den bezeich­net. Schon in sei­nen poli­ti­schen Anfän­gen war Man­de­la Mit­glied der ANC( Afri­can Natio­nal Con­gress), die sich stark gegen die Apart­heid ein­set­ze und eine zeit­lang sogar als ver­bo­te­ne Orga­ni­sa­ti­on galt. Ich fin­de, das man kei­ne poli­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on ver­bie­ten darf, solan­ge die­se nicht ter­ror macht, da das eine Ver­let­zung der Mei­nungs­frei­heit ist.

Nel­son Man­de­la wur­de sogar wegen sei­ner Mei­nung und sei­nem Enga­ge­ment für die Rech­te der Schwar­zen und die Auf­he­bung der Ras­sen­tren­nung in Süd­afri­ka ver­haf­tet. Es war sicher sehr schlimm für Man­de­la, wenn man im Gefäng­nis sitzt, nur wenn man sei­ne Mei­nung ver­tritt, was das Recht jedes Men­schen ist. Man­de­la lehn­te wie­der­holt das Ange­bot auf Frei­las­sung ab, da dies an die Bedin­gung geknüpft war, dass er aus der ANC aus­tritt. Das fin­de ich mutig, dass er sogar auf die Bewe­gungs­frei­heit ver­zich­te­te, um sei­ne Mei­nungs­frei­heit zu behal­ten.

Prä­si­dent Fre­de­rik de Klerk hob 1990 das Ver­bot der ANC auf und Nel­son Man­de­la wur­de frei­ge­las­sen. Am Tag sei­ner Frei­las­sung hielt Man­de­la eine Rede vom Bal­kon des Rat­hau­ses in Kap­stadt. Weni­ge Tage spä­ter lei­te­te er eine Rede vor 120.000 Zuhö­rern im FNB-Sta­di­on in Johan­nes­burg. 1991 wur­de Man­de­la zum Prä­si­dent der ANC gewählt. 1993 erhielt Man­de­la zusam­men mit de Klerk den Frie­dens­no­bel­preis.

Am 9. Mai 1994 wur­de Man­de­la von der Regie­rung zum ers­ten schwar­zen Prä­si­dent gewählt.

Für mich klingt das fast wie eine kit­schi­ge Geschich­te. Denn wenn ich Nel­son Man­de­la gewe­sen wäre, hät­te ich es nicht mehr für mög­lich gehal­ten, über­haupt aus dem Gefäng­nis zu kom­men (Nel­son Man­de­la wur­de zu lebens­lan­ger Haft ver­ur­teilt), geschwei­ge denn Prä­si­dent zu wer­den.

Wäh­rend die­ser lan­gen, ein­sa­men Jah­re der Haft wur­de aus mei­nem Hun­ger nach Frei­heit für mein eige­nes Volk der Hun­ger nach Frei­heit aller Völ­ker, ob weiss oder schwarz. Ein Mensch, der einem ande­ren die Frei­heit raubt, ist ein Gefan­ge­ner des Has­ses. Der Unter­drück­te und der Unter­drü­cker sind glei­cher­mas­sen ihrer Mensch­lich­keit beraubt. Als ich das Gefäng­nis ver­liess, war es mei­ne Auf­ga­be, bei­de, den Unter­drü­cker und den Unter­drück­ten zu befrei­en.“ Doch ein lan­ger, noch schwie­ri­ge­rer Weg ste­he noch bevor. „Denn um frei zu sein genügt es nicht, ein­fach nur die Ket­ten abzu­wer­fen, son­dern man muss so leben, dass man die Frei­heit des ande­ren respek­tiert und för­dert.“

Aus der Auto­bio­gra­phie „ Der lan­ge Weg zur Frei­heit“ von Nel­son Man­de­la.

Mit der Annah­me, dass es noch ein lan­ger Weg sei, bis zur Gleich­be­rech­ti­gung aller, hat­te Man­de­la auf jeden Fall recht. Denn als ich in Süd­afri­ka war, sah man noch ganz klar die Fol­gen der Apart­heid. In unse­rer ers­ten Woche wohn­ten wir in einer klei­ner Stadt in der Nähe von Kap­stadt, wel­che fast aus­schliess­lich von weis­sen besie­delt war. Ganz in der Nähe gab es ein Town­ship, eine Art Ghet­to oder Slum, das nur von schwar­zen besie­delt war, und in dem die Kri­mi­na­li­tät beson­ders hoch war.

Doch die Situa­ti­on in den Town­ships wird nicht ein­fach igno­riert, es gibt vie­le Orga­ni­sa­tio­nen, die sich für Bes­se­rung in den Town­ships ein­set­zen. Ich kann ihnen emp­feh­len, auf der Home­page von Hope Town zu mal vor­bei­zu­schau­en. Hope Town setzt sich vor allem für die Jugend­li­chen in Oce­an View ein, da sie wegen der per­spek­tiv­lo­sig­keit oft anfan­gen zu rau­ben und sich Gangs anschlies­sen. Also hel­fen Sie mit, den sozi­al benach­tei­lig­ten Frei­heit auf Bil­dung und Arbeit zu geben, damit sie nicht gefan­gen von Armut und Kri­mi­na­li­tät sind.

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Video

von Micha­el und Céd­ric

Eine Freund­schaft mit Hin­der­nis­sen

von Laris­sa

Vor lan­ger Zeit leb­te ein­mal ein Mäd­chen in einem Schloss. Sie war von Reich­tum über­schüt­tet. Ihr Name war Prin­zes­sin Doro­thee. Das Ein­zi­ge, was sie sich noch wünsch­te, war noch mehr Macht zu haben, obwohl sie bereits das reichs­te Kind aus ganz Gon­da­wi­en war. Bei vie­len Kin­dern aus Gon­da­wi­en sah es da ganz anders aus. Die meis­ten Kin­der aus Gon­da­wi­en waren sehr arm. Ein Mäd­chen, das unter die­sen Umstän­den leb­te, war Mia­ra. Sie war eine arme Bau­ers­toch­ter, deren Fami­lie fast kein Geld hat­te. Sie muss­te schon im jun­gen Alter von nur 12 Jah­ren auf dem Hof mit­ar­bei­ten. Ihr Ziel war es, es eines Tages auf die ande­re Sei­te der Insel zu schaf­fen. Denn, Gon­da­wi­en war in zwei Tei­le auf­ge­teilt, im Teil eins leb­ten die Rei­chen und im Teil zwei die Armen. Mia­ra gab sich jeden Tag viel Mühe bei der Arbeit auf dem Hof, so dass sie es eines Tages viel­leicht doch noch erreich­te. Denn, um in den ers­ten Teil von Gon­da­wi­en zu kom­men muss­te man wohl­ha­bend und gebil­det sein. Aber die Frei­heit in die Schu­le zu gehen, hat­te sie nie, und wohl­ha­bend waren sie erst recht nicht . Doch dann eines Tages kam ihre Chan­ce. Der König von Gon­da­wi­en, Doro­thees Vater, bestimm­te dass die Gren­zen für einen Monat geöff­net wer­den und sag­te: „Alle, die sich gut beneh­men, dür­fen blei­ben.“ Mia­ra freu­te sich rie­sig, das war ihre Chan­ce für den ers­ten Schritt in ein ein­fa­che­res Leben in der Frei­heit. Doro­thee fand das, ganz im Gegen­teil zu Mia­ra, gar nicht toll, aber auch sie konn­te ihren Vater nicht umstim­men. Als der Tag der Tage dann gekom­men war und die Gren­zen end­lich geöff­net wur­den, freu­te sich Teil zwei von Gon­wa­ni­en sehr, wäh­rend im ers­ten Teil vie­le sehr miss­trau­isch waren. Eini­ge vom zwei­ten Teil miss­brauch­ten die neu­en Frei­hei­ten und plün­der­ten gleich alle Läden und Märk­te. Für die wur­den die Gren­zen dann auch sehr schnell wie­der geschlos­sen. Mia­ra ver­hielt sich so unauf­fäl­lig wie nur mög­lich. Doro­thee sperr­te sich in ihrem Zim­mer ein, die Ent­schei­dung dem zwei­ten Teil eine Chan­ce zu geben, fand sie gar nicht toll. Aber der König hat­te dem zwei­ten Teil nicht nur ver­spro­chen, dass sie da leben dür­fen, nein, sie hat­ten auch noch die sel­ben Rech­te wie der ers­te Teil. Dass heisst unter ande­rem auch, dass sie das Recht auf Bil­dung hat­ten. Dar­über freu­te sich Mia­ra ganz beson­ders. Doch am ers­ten Tag in der Schu­le wur­den alle aus dem zwei­ten Teil vom ers­ten Teil nur schief ange­schaut. Lei­der blieb es nicht nur beim schief Anschau­en. Es gab auch schon Strei­tig­kei­ten. Als Mia­ra sah, dass ihr klei­ner Bru­der Phil­ipp in eine der Strei­tig­kei­ten ver­wi­ckelt war, konn­te sie nicht ein­fach nur daste­hen und zuschau­en. Sie sprang auf und schrie: „Lasst ihn in Ruhe!“ Dar­an dach­ten die jetzt erst recht nicht. Am Ende der Schul­lek­ti­on kam Doro­thee zu ihr und sag­te: „So läuft das hier nicht, du hast kein Recht, dich für ihn ein­zu­set­zen, ich möch­te dass du zurück zu dei­nen stin­ken­den Kühen gehst!“ Das hat­te sie natür­lich nicht allei­ne zu bestim­men. Sie muss­ten bei­de zum König, da er das letz­te Wort hat­te. Der König woll­te zum Glück nicht, das sie zurück geschickt wird, aber er woll­te, dass Doro­thee sich um Mia­ra küm­mert. Doro­thee war von der Idee alles ande­re als begeis­tert. Sie ver­such­te ihren Vater umzu­stim­men, aber wie immer klapp­te es nicht. Im Ver­lauf der Woche spra­chen die bei­den nur wenig mit­ein­an­der, wenn eine sprach, dann nur Doro­thee und das nur um zu meckern und Mia­ra rum zu kom­man­die­ren. Mia­ra konn­te es ein­fach nicht ver­ste­hen, war­um die Welt so unge­recht ist. Sie frag­te sich jeden Abend als sie im Bett lag, wie­so habe nicht ich das Glück hier zu leben und alle Frei­hei­ten zu haben? Dann dach­te sie sich, es sind ja nur noch drei Wochen, das über­leb ich ja wohl noch. Mit die­sen Gedan­ken schlief sie ein. Am nächs­ten Mor­gen wur­de sie von einem lau­ten Schrei geweckt, der natür­lich von Doro­thee stamm­te. Sie kam zu ihr ins Zim­mer rein gerannt und schrie sie an: „Was fällt dir ein, mein Par­füm zu benut­zen!“ Mia­ra hat­te kei­ne Ahnung, wovon sie da sprach. Doro­thee hat­te wohl auch gemerkt, dass es nur noch drei Wochen sind, des­we­gen tat sie nun alles, damit Mia­ra noch vor dem Ende des Monats wie­der zurück muss­te. Mia­ra starr­te sie nur ver­dat­tert an und sag­te dann: „Ich war das nicht.“ „Doch und ob du das warst, wer soll es denn sonst gewe­sen sein?“ ant­wor­te­te Doro­thee zickig. „Ich weiss auch nicht wer das war, aber ich war es auf jeden Fall nicht!“ Und mit die­sen Wor­ten lief Mia­ra aus dem Zim­mer. Doro­thee schau­te ihr ver­dat­tert nach. Im Lau­fe der Woche pro­bier­te Doro­thee es immer und immer wie­der, Mia­ra zu ver­grau­len, aber Mia­ra nahm es ohne eine Wim­per zu zucken ein­fach auf sich. In der drit­ten Woche ver­such­te Doro­thee es natür­lich auch wie­der, in dem sie sie in der Schu­le bla­mier­te.  Sie schrie förm­lich durch das gan­ze Schul­haus: „Ih, schaut euch mal die an, sie hat einen brau­nen Fleck auf ihrem Pul­li, der kommt bestimmt von dei­nen komi­schen Kühen!“ Dass konn­te Mia­ra nicht ein­fach so hin­neh­men, des­we­gen schrie sie zurück: „Was weisst du denn schon über Kühe, du jam­merst ja immer nur bei dei­nem Vater dar­über, dass du am liebs­ten alle aus dem zwei­ten Teil umbrin­gen oder ins Gefäng­nis ste­cken wür­dest!“ Das hät­te Mia­ra bes­ser nicht gesagt, denn Doro­thee wur­de jetzt von allen sehr böse ange­schaut und eine Hass­wel­le ent­wi­ckel­te sich. Die Hass­wel­le ging sogar so weit, dass Doro­thee an einem Abend als sie zusam­men aus­gin­gen geschla­gen wur­de. Irgend­wie tat sie ihr leid. Und des­we­gen nahm sie all ihren Mut zusam­men und ver­tei­dig­te Doro­thee. Dass hat­te aller­dings zur Fol­ge, dass auch Mia­ra die­se rie­si­ge Hass­wel­le abbe­kam und als Frem­den­hasse­rin bezeich­net wur­de. Doch am Abend als die bei­den im Schloss zurück waren, bedank­te sich Doro­thee bei ihr. Und so merk­te Doro­thee, dass Mia­ra viel­leicht gar nicht so ein schlech­ter Mensch ist. Mia­ra, wie­der­um merk­te, dass Doro­thee sich ein­fach nichts ande­res gewöhnt ist, als wie eine Prin­zes­sin behan­delt zu wer­den. Am nächs­ten Mor­gen leg­ten sie bei­de alle Strei­tig­kei­ten bei Sei­te. Denn jetzt woll­ten sie gemein­sam gegen die Hass­wel­le und für die Gerech­tig­keit kämp­fen. So ent­wi­ckel­te sich zwi­schen den bei­den eine enge Freund­schaft. Und nach Ablauf der vier Wochen durf­te Mia­ra blei­ben und nicht nur das, sie hat­te auch noch eine neue Freun­din gewon­nen. Und wenn sie nicht gestor­ben sind dann leben sie noch heu­te.

Ist die Frei­heit frei?

von Cara

Frei­heit in ande­ren Län­dern

von Noël­le

Stellt euch vor, wir würden in einem Land leben indem wir nicht entscheiden dürfen wenn wir heiraten, was wir glauben wollen, unsere Meinung sagen können und fürs Land nicht abstimmen gehen dürfen. Wir in der Schweiz haben sehr viel Freiheit und sollten das auch schätzen. Hier erzähle ich euch über meine Freiheit und die Freiheit in an anderen Ländern.

Frei­heit bedeu­tet für mich, wenn man ohne Zwang sel­ber unter­schied­li­che Sachen ent­schei­den oder machen darf. Man muss kei­ne Angst haben, wenn man etwas anders macht als alle andern. Jeder soll sei­nen eige­nen Weg gehen. Jeder hat eine eige­ne Per­sön­lich­keit und jeder hat das Recht sie aus­le­ben zu kön­nen, solan­ge man dabei nicht die Rech­te der ande­ren ver­letzt. Frei­heit bedeu­tet für mich noch wei­ter, nicht ein­ge­sperrt zu sein, son­dern mich frei bewe­gen zu kön­nen oder auch frei bei mei­nen Gedan­ken zu sein.

Ich fin­de, ich habe in mei­nem Leben viel Frei­heit. Ich habe eine eige­ne Mei­nung, kann die auch sagen und die­se wird auch respek­tiert. Aus­ser­dem kann ich auch raus­ge­hen und mich frei bewe­gen. Ich kann auch sel­ber vie­le Ent­schei­dun­gen tref­fen, wie zum Bei­spiel, was ich anzie­hen will oder was ich den­ken soll über ein bestimm­tes The­ma. Ich habe das Glück in ande­re Län­der rei­sen zu kön­nen und neue Kul­tu­ren ken­nen ler­nen. So erfah­re ich mehr von der Welt und kann mei­ne eige­ne Mei­nung zu ande­ren Län­dern, Bevöl­ke­run­gen und Reli­gio­nen bil­den. Man kann aber auch sagen, dass man nie die gan­ze Frei­heit hat. Zum Bei­spiel hat man mit 18 Jah­ren mehr Frei­heit als ich jetzt mit 14 Jah­ren.

Nach einer Stu­die in Ber­lin kön­nen nur 22 Län­dern welt­weit (auch die Schweiz) in vol­lem Umfang die zivil­ge­sell­schaft­li­che Frei­heit genies­sen.

Dazu gehö­ren die Mei­nungs-, die Ver­samm­lungs- und die Ver­ei­ni­gungs­frei­heit. Umge­kehrt sind die Frei­hei­ten der Bür­ger in sie­ben von acht Staa­ten stark oder sehr stark ein­ge­schränkt. Die Schweiz erzielt bei der Gesamt­no­te 9,03 von 10 mög­li­chen Frei­heit Punk­te. Mit einer Aus­nah­me reich­te es in allen Kate­go­rien für Wer­te über neun Punk­te. Nur beim Stand der poli­ti­schen Teil­ha­be kam die Schweiz auf ver­gleichs­wei­se 7,78 Punk­te.

Nor­we­gen erhielt Best­no­ten für Wahl­sys­tem, Teil­ha­be und poli­ti­sche Kul­tur. Beim Funk­tio­nie­ren der Regie­rung konn­te kein ande­res Land einen bes­se­ren Wert erzie­len.

Lei­der hat aber nicht jeder Mensch so viel Frei­heit, wie wir hier in der Schweiz oder in Nor­we­gen, da es in ande­ren Län­dern viel mehr Gesetze/Befehle gibt.

Jeder Mensch hat auch ein ande­res Frei­heits­ge­fühl. Nicht jeder braucht gleich viel Frei­heit. Zum Bei­spiel muss man in der Schweiz in die Schu­le gehen, in ande­ren Län­dern wäre das eine gros­se Frei­heit.

Ich habe es auf Rei­sen schon erlebt, wie die Frei­heit in ande­ren Län­dern ein­ge­schränkt ist.

Wir waren im Oman bei einem Ein­hei­mi­schen zum Essen ein­ge­la­den, wo es ein Ess­zim­mer nur für die Frau­en und eines nur für die Män­ner hat­te. Wenn man in den ara­bi­schen Län­dern war, so weiss man, dass Män­ner und Frau­en nicht die glei­che Frei­heit haben. Ich sel­ber fin­de jeder soll­te gleich behan­delt wer­den egal wel­chem Geschlecht man ange­hört.

In vie­len Glau­ben oder Län­dern darf man lei­der nicht bestim­men, wen man lie­ben möch­te oder auch wel­chem Glau­ben man fol­gen möch­te. Man kann auch nicht in jedem Land an Wah­len abstim­men gehen für das Land, wie hier in der Schweiz. Aus­ser­dem kann man nicht ein­fach mit Freun­den raus gehen, son­dern man muss viel­leicht arbei­ten für die Eltern, damit sie über­haupt über­le­ben kön­nen und genü­gend Essen haben oder auch für ihre Kin­dern eine Zukunft pla­nen kön­nen. Ich bin glück­lich hier in der Schweiz zu leben. Hier hat man sehr viel Frei­heit, das muss man schät­zen und nüt­zen, ver­gisst das nie.

So frei, wie es nie­mand sei

von Fan­ny

Ein Vogel damals noch ganz allein
vol­ler Angst, dazu noch klein.
Jeden Tag ein Kampf gegen den Tod,
so such­te er Schär­men in Regen­not.
Vie­le Freun­de hat­te er nicht
Er hat einen Bru­der, doch der ist ein Wicht.

Sein Leben war oft ziem­lich schwer,
so sprach er oft zu unse­rem Herr.
Her­um­ge­schubst und nicht ange­nom­men.
Von sei­nem Bru­der hat er nie etwas ver­nom­men.
Beim Bau­er blieb oft die Ern­te weg,
da klau­te der Vogel ihm sogar den Speck.

Allein zu sein war für die See­le nicht gut,
doch lang­sam fass­te er neu­en Mut.
So ging er durchs Leben Tag ein, Tag aus
Bei Glück fand er eine klei­ne Maus.

Eines Tages bei Gewit­ter und Regen
fand er ein Schmet­ter­ling ganz ver­le­gen
Unsi­cher­heit ist dem Vogel ins Gesicht geschrie­ben
Doch mit den nas­sen Flü­geln konn­te er nicht flie­gen

So sas­sen sie da, etwas Augen­kon­takt,
da merk­te der Vogel wie gut er es hat.
Um Wind macht er sich kei­ne Sor­gen,
doch der Schmet­ter­ling wäre ver­lo­ren.
Net­ze kön­nen dem Vogel nichts anha­ben,
doch da müss­te der Schmet­ter­ling schon sagen:
„Lei­der dies­mal nicht geschafft
dann werd ich im nächs­ten Leben
eben ein Kanin­chen, das es rafft!“
So ein Leben ist schnell vor­bei,
der Schmet­ter­ling ist eben wie er sei

Der Schmet­ter­ling am Ran­de sass
und dabei ganz schnell ver­gass.
Der Regen könn­te sein Ende sein,
sehr zer­brech­lich und auch klein.
Klei­ner als der Vogel je sei,
mit einem Schmun­zeln sag­te der Vogel: ,,ich bin frei!‘‘

Kon­takt­for­mu­lar

Wir freu­en uns über Ihre Rück­mel­dun­gen zu unse­ren Bei­trä­gen. Herz­li­che Dank!