Lade Vorstellungen

Gardi Hutter

So ein Käse

Kaese_tix

Kleinkunst — Abo G

Sonntag, 26.1.25 — 17:00

Eine hun­grige Maus beobachtet sehn­süchtig durch ein Fern-ofen-rohr einen run­den Käse, der so nah und doch so unerr­e­ich­bar ist: er hängt in ein­er Mause­falle! Die Ahnen­bilder, die am Fal­l­en­rah­men hän­gen, sind der Maus War­nung genug, sich nicht leichtsin­nig “ihrem Lieb­sten” hinzugeben. Mit Behar­rlichkeit und List schafft sie es den­noch, sich “Käseessenz” zu besor­gen, ohne dass die Falle zuschnappt.
“Käseessenz”…schon der Geruch macht ihr weiche Knie. Sie ist süchtig. Sie will mehr, mehr… ein Fon­due!!
Ihre Gier macht sie unacht­sam. Plöt­zlich ste­ht sie in der Falle. Ihre Seele flat­tert schon höhen­wärts. Doch die Falle schnappt nicht zu. Sie hat Rost ange­set­zt.
Jet­zt kann das schöne Leben im “Ein­fal­l­en­haus” begin­nen! Die “Wohl­stands­maus” richtet sich häus­lich in ihrem Paradies ein: Schaukel, TV, Blu­men, Fahne: alles Käse!
Sie ist dick gewor­den, träge. Langeweile schle­icht sich ein. Ihre Träume schmeck­en ver­staubt. Auch das inten­sivste Putzpro­gramm kann den aufk­om­menden Ärg­er nicht erstick­en.
Dann sieht sie den gold­e­nen Mond am Him­mel: “So ein Käse!!!”
Was dem Men­schen das Gold, ist der Maus der Käse. Hier der Gol­drausch, dort das Käse­fieber. Bei­der Leben sind hin­dernisre­iche Ren­nen nach Gold, Geld oder Käse. Dabei riskieren sie oft Kopf und Kra­gen. Und wenn sie es schaf­fen viel davon anzuhäufen, wird die Haupt­sorge, wie sie das Erwor­bene erhal­ten, schützen und ver­mehren – und sich gle­ichzeit­ig alle Träume erfüllen kön­nen… und da beisst sich der Teufel in den Schwanz. Die Maus auch!

Von Gar­di Hut­ter, Fer­ruc­cio Cainero, Mark Wet­ter
Regie: Fer­ruc­cio Cainero
Büh­nen­bild: Roli Beetschen
Musik:  Fran­co Fer­uglio

Bastian Baker

13. & 14.12.24