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Lara Stoll / And­res Lutz

Doppelabend: Krisengebiet 2 – Electric Boogaloo / Lüdi wohnt wieder bei seiner Mutter

Lara_Stoll_Andreas_Lutz

Casino Spezial

Samstag, 27.4.19 — 20:00

Lara Stoll

Ehrlich aber voller Wahnsinn nimmt Sie die mehrfache Poetry Slam Meisterin mit durch verstörende Krisengebiete allem voran der Schweiz. Das fängt beim Bundesrat und Margarine an und hört beim Tod und Helene Fischer auf.

Die Welt brennt an allen Ecken und Enden und jetzt ist Lara Stoll auch bald noch 30 Jahre alt. Wen interessierts! Sie vielleicht! Lara Stoll sagt Ihnen im zweiten Teil ihres Krisengebiet-Programms wovor Sie sich zu fürchten haben und wofür Sie besser einen Garkochtopf nehmen. Absurd, leicht­züngig und immer wieder aus heiterem Himmel wird die Autorin Sie mit ihrer unverkennbaren Bühnenpräsenz in ihre Geschichten und Lieder saugen. «Krisengebiet 2 – Electric Boogaloo» ist eine zeit­genössische Lesung die ein bisschen weh tut, man aber abends noch gut verdauen kann.

2006 gewann Lara Stoll die Poetry Slam Schweizer­meister­schaft in der U20 Kategorie und am National 06 in München den Titel der besten U20 Slam Poetin im deutsch­sprachigen Raum, im September 2010 die erste Poetry Slam Schweizer­meister­schaft und im Dezember 2010 die ersten Europa­meister­schaften in Reims (F). Seit 2011 studiert sie Film an der ZHdK. Im November 2011 desselben Jahres erhielt Lara Stoll den Thurgauer Kultur­preis für ihre unermüdliche Energie und ihr literarisches Talent, welche frischen Wind und neue Impulse in die Literatur- und Kabarettszene bringen.

Andres Lutz

Lüdi spielt an diesem vergnüglichen Einmannabend einen arbeitslosen Fagottisten, der wieder bei seiner Mutter wohnt – ist er pleite und muss wieder in sein Kinderzimmer, oder wird die Mutter vergesslich und er schaut bei ihr zum Rechten?

Auf jeden Fall war die Milch heute Morgen bei den Blusen statt im Kühlschrank, dort stehn die alten Skischuhe, gefüllt mit Gerstensuppe. Wer das nur war? Auch Nachbar Scheidegger, ein immer noch kreativer Werklehrer im Ruhestand, siedelt zunehmend in Mutter Hermines Küche und beglückt sie mit esoterischen Theorien à la wo wir bei richtigem Bewusstsein bald hindürfen. Das Bühnenbild ist Garten. Jetzt ist schon wieder Frühling nach dem Sturm Lothar. Die Blumen folgen aufs Wort, zum Glück. Das Traumschiff des Lebens ist hinter dem Schopf aufgebockt, parat. Es ist Potala der Schopfpalast, der im Mulch beinah ertrinkt. Hermine ist übrigens Stammgast am Klassiktelefon, etwas aus der Kammerjägersängersuite für ihren verstorbenen Mann Hermann, sie schwelgt in Erinnerungen an Oberägeri, Acapulco – man flog damals noch mit Kohle! Ja, das Radio ist immer an, es läuft Musik aus der Tierwelt, und gerne reden wir darüber.

Andres Lutz, seit 1996 Teil des Künstlerduos Lutz & Guggisberg, 1996–2003 Teil des Cabaretduos «Geholten Stühle», seither als Dr. Lüdi unterwegs.