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Manu­el Stahl­ber­ger & Mar­co Tschirpke

Eigener Schatten & Kalender, deine Tage sind gezählt

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Casino Spezial

Freitag, 7.2.20 — 20:00

Manuel Stahlberger – Eigener Schatten – Vorpremiere Neues Programm

 

Er ist ein Leisetreter unter Lautsprechern, ein Meister des verspielt Absurden, ein präziser Beobachter helvetischer Befindlichkeit. Aber Manuel Stahlberger will mehr: die ganz grosse Show, den Ruhm! Für sein neues Programm wirft er den Bürostuhl aus dem Fenster und nimmt Anlauf zum Sprung über den eigenen Schatten mitten ins Rampenlicht. Dahin wo die grosse Geste regiert, wo getanzt wird und nicht nur mit dem Fuss gewippt. Soweit die Idee. Aber wie soll man plötzlich raus in die Arena, wenn man lieber in der Ecke steht? Kann man dem Schein trauen oder hat der Schatten nicht doch mehr zu erzählen? Ein Abend mit Liedern, Bildern und einem Versuch von Glamour.

Manuel Stahlberger, Comiczeichner und Liedermacher aus St.Gallen, spielt ab Frühling 2020 sein drittes Soloprogramm. Im ersten Teil seiner Karriere hat er sich – mit seinen früheren Duos «Mölä & Stahli» und «Stahlbergerheuss» und als Preisträger des Salzburger Stiers – vor allem in den Kleintheatern einen Namen gemacht. Für ein paar Monate war er der Seitenmann von Dominic Deville in dessen SRF-Spätabendsendung. Zusammen mit seiner Band Stahlberger ist er seit 2009 mitverantwortlich für die Rundumerneuerung, die der Schweizer Mundartrock in den letzten Jahren erfahren hat.

Marco Tschirpke – Kalender, deine Tage sind gezählt!
Ein musikalisch-politisches Jahresendzeit-Programm

Es war einmal, vor vielen vielen Jahren, da arbeitete der Knecht Ruprecht tief unter Tage, im Christstollen. Dieser Stollen war immer mit Schnee bedeckt, einem Schnee, der auch im Sommer nicht abschmolz, dafür sorgten E 907 und E 943, seine zwei Kollegen aus dem Chemiekombinat. Anfang Oktober kam es im Stollen regelmäßig zu Erdrutschen aufgrund von Beben. Zumeist, weil einer Einsortiererin namens Olivia oder Jaqueline der Stollen aus der übermüdeten Hand geglitten war und nun wie ein Bob durch die Kaufhalle sauste. Alle Jahre wieder erscholl Knecht Ruprechts händeringender Ausruf “Mein lieber Stolli!” , woraufhin seine Freunde Ischias und Scheuermann auf ein Feierabendbier vorbeikamen …  Wenn der Winter vorbeischneit an Mitteleuropa und unsereinem einfach keinen Schnee gönnen will, dann sind Humorfachkräfte gefragt, die hohe Kunst der Berieselung zu übernehmen!

Der mit dem Deutschen Kleinkunstpreis 2018 ausgezeichnete Sprach- und Musikvirtuose Marco Tschirpke züchtigt mit schelmisch-scharfer Rute die Gegenwart, wo sie ins Läppische ausfranst. Mit Gedichten so spitz zulaufend wie Eiszapfen und Lapsusliedern so mitreißend wie Alpenlawinen, wird aus dem leidigen Advent doch noch das Wahre, Gute, Schöne: eine Vorstellung, die von Vernunft geprägt und zugleich von Komik gestempelt ist.

„Der mit viel Ironie gespickte Ausdruck einer Lebenshaltung, unstreitbar auch einer politischen, ähnelt einem Sprache und Klang gewordenen Poesiealbum einer jungen Literatengeneration.“ Badisches Tagblatt

„Hier sprüht ein Humor, der die Welt erkennbarer und erträglicher macht.“ Leipziger Volkszeitung